Demetrio Crespo, E., «Das Feindstrafrecht darf nicht sein! Zur Unzulässigkeit des sogenannten Feindstrafrechts und dem Gedanken der Sicherheit unter besonderer Berücksichtigung der wissenschaftlichen Diskussion und Tendenzen in Spanien», en Zeitschrift für internationale Strafrechtsdogmatik, 9/2006, págs. 413-427

Abstract: Der Verf. reflektiert über den Begriff „Feindstrafrecht“ als deskriptiv-präskriptive Theorie und konsequente Ausnahme der Stabilisierung der Norm, dem roten Faden des Spannungsverhältnisses zwischen Freiheit und Sicherheit im Rechtsstaat folgend. Die Frage nach der Legitimität eines solchen Strafrechtsverständnisses wird deutlich negativ beschieden; zum einen aufgrund des damit verbundenen Verstoßes gegen die Würde des Menschen, zum anderen aufgrund seines eigentlichen Wesens als „Täter-strafrecht“, und schließlich wegen der daraus resultierenden Verletzung des Grundprinzips der Rechtstheorie, wonach die Geltung nicht von der Wirksamkeit abgeleitet werden darf. Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die Menschenrechte die unüberwindliche Grenze gegenüber jedem kriminalpoliti-schen, philosophisch-politischen, rechtsphilosophischen, soziologischen oder dogmatischen Angriff bilden sollten.

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Demetrio Crespo, Eduardo, «Das Feindstrafrecht darf nicht sein!», en ZIS, 9/2006, págs. 413-427«